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Wie entsteht Morbus Scheuermann?

Ursache

Die Ursache des M. Scheuermann ist nicht bekannt. Mechanische und genetische Faktoren mit einer Minderbelastbarkeit des Wirbelkörpers, Anomalitäten der Wirbelkörperrandleisten, Bandscheibengewebe, dass in die Wirbelkörper gelangt, sowie Vitaminmangelsyndrome usw. können eine Rolle spielen. Auf dem Röntgenbild imponiert eine Keilwirbelbildung und sogenannte Schmorlsche Knötchen, das in den Wirbelkörper eingedrungenes Bandscheibengewebe darstellt. Letztlich tritt eine Imbalance im Wachstum der vorderen und hinteren Anteile des Wirbelkörpers auf, welche eine Keilwirbelbildung zur Folge hat.

Klinische und radiologische Veränderungen können ab dem 11. Lebensjahr auftreten. Die Krankheit Veränderungen an den Wirbelkörpern sind zum Wachstumsende stabilisiert. Sekundäre Phänomene durch die kyphotische Wirbelsäulenfehlstellung können sich auch noch später zeigen.

Insbesondere das Ausführen kraftaufwendiger Sportarten im Jugendalter kann eine Entstehung eines Morbus Scheuermann begünstigen. Leistungsturner sind hier im Besonderen zu nennen.

Selten kann einem Scheuermann eine Bindegewebsstörung (Kollagen) zu Grunde liegen. Das Auftreten besonders während der Pubertät lässt den Rückschluss auf eine hormonelle Beteiligung der Erkrankung zu. Viele Knochenwachstumsstörungen, wie z.B. der Morbus Perthes treten während der Pubertät auf.

Symptome

Wie bei vielen Erkrankungen gibt es keine eindeutigen Symptome, die auf eine Scheuermannsche Erkrankung hindeuten. Häufig stehen im Anfangsstadium diffuse Rückenschmerzen im Vordergrund.

Die Erkrankung bildet sich typischerweise in drei Stadien aus:

Initialstadium:
Während des ersten Stadium bestehen meist keine Beschwerden. Dieses Stadium wird in den meisten Fällen nur im Röntgenbild erkannt.

Ausbildungsstadium:
Während des zweiten Stadium kommt es vermehrt zu Schmerzen. Es bilden sich Deformierungen an den Wirbelkörpern. Durch eine Keilwirbelbildung kann sich im Brustwirbelsäulenbereich ein so genannter Rundrücken, im Lendenwirbelsäulenbereich einen sogenannten Flachrücken bilden.

Endstadium:
Im Endstadium treten am häufigsten Schmerzen auf. Der deformierende Wachstumsprozess ist abgeschlossen. Durch die Fehlbildung der Wirbelkörper kommt es zu einer Überlastung der angrenzenden Strukturen, wie Bänder, Wirbelgelenke und Muskulatur. Durch eine dauerhafte Überlastung setzt ein frühzeitiger Verschleiß und damit Arthrose der Wirbelsäule (degenerative Veränderungen) ein.

Folgen der Erkrankung können sein:

• Rundrücken in der Brustwirbelsäule
• Flachrücken in der Lendenwirbelsäule
• Eingeschränkte Beweglichkeit in Beugung und Rotation
• Rückenschmerzen treten bei rund der Hälfte aller Fälle vorwiegend in der Brustwirbelsäule auf.
• Bandscheibenprobleme und Rückenschmerzen, insbesondere in der Lendenwirbelsäule, können später ebenfalls   hinzukommen