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Therapien Morbus Scheuermann |
Therapieziele:
• Verhinderung des Auftretens bzw. des Fortschreitens zu einer schwerwiegenden Wirbelsäulendeformität
• Schmerzreduktion bzw. -beseitigung
• Versuch der Korrektur der Wirbelsäulendeformität
Die Therapie des Morbus Scheuermann hängt vom Erkrankungsstadium, wie auch vom Ausmaß der Fehlbildung und der Beschwerdesymptomatik ab.
So lange das Wachstum nicht abgeschlossen ist, ist theoretisch eine Wachstumskorrektur möglich. Durch muskuläre Stabilisierung kann eine Verbesserung erzielt werden.
Bei leichtgradigen Erkrankungen ist eine muskuläre Stabilisierung, die den Haltungsschaden ausgleicht in Kombination mit Bewegungsübungen sicherlich ausreichend.
Bei Bildung eines ausgeprägter Rundrücken , sollte eine Korsettanpassung erfolgen (sogenanntes Kyphose-Korsett).
Eventuell kann eine Aufrichtungsoperation notwendig werden. Diese kann jedoch erst nach Abschluss der Wachstumsphase durchgeführt werden.
Durch Veränderungen vieler Kleinigkeiten im Alltag können häufig Beschwerdearmut oder -freiheit erreicht werden.
Wichtig hierbei ist die Ergonomie Ihres Arbeitsplatzes, alle Arbeitsbereiche sollten rückengerecht eingestellt sein.
Eine Rückenschule weist Ihnen viele hilfreiche Tipps im Alltag, wie Sie rückenschonender Arbeiten können. Durch muskuläre Aufbau- und Entspannungsübungen, die Sie täglich mehrfach “zwischendurch” durchführen können, werden häufig große Erfolge erzielt. Eine sachgerechte Anwendung aller Übungen ist hierbei wichtig!
Durch eine intensive krankengymnastische Behandlung sollte eine muskuläre Stabilisierung erreicht werden. Verkürzte Muskelgruppen müssen aufgedehnt werden. Gegen muskuläre Dysbalancen können Rotlicht, Massagen, sowie physikalische Maßnahmen wie Elektrotherapie (TENS) angewendet werden.
Prophylaxe
Ein gutes muskuläres Korsett sollte sich schon in der Kindheit angeeignet werden, damit Beschwerden erst gar nicht aufkommen können.
Insbesondere das Training der Bauch- und Rückenmuskulatur, Schwimmen (besonders Rückenschwimmen, kein Delphin), Vermeidung von Leistungssport, kein Tragen und Heben schwerer Lasten, Lesen in Bauchlage sowie eine angemessene Höhe und Neigung der Schreibtischplatte.
Prognose
In den meisten Fällen bereitet ein Morbus Scheuermann keine Beschwerden und wird nur als Zufallsdiagnose im Röntgenbild diagnostiziert. Durch Fehlstellungen der Wirbelsäule können sich chronische Rückenbeschwerden oder Bandscheibenvorfälle entwickeln.
Dauerhafte Fehlstellungen, die vom Grad der Ausprägung einer operativen Therapie bedürfen, stellt meist die Ausnahme dar.
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