Regnier Orthopädie GmbH - Skoliose Kompetenz Zentrum Regnier Orthopädie Deutschland
StartseiteKontaktImpressumAGBRégnier Orthopédie France

Übersetzung



Navigation


Diagnostik

Röntgen

RöntgenZum Beginn der Therapie ist die Anfertigung einer Wirbelsäulenganzaufnahme dringend notwendig. Teilaufnahmen der Wirbelsäule reichen zur genauen Bestimmung des Skoliosewinkels/Kyphosewinkels und einer Verlaufskontrolle nicht aus, da eine exakte Vermessung des Bildes nicht möglich ist. Der Messfehler bei solchen geteilten Aufnahmen liegt bei etwa 6°. Der Messfehler bei einer Wirbelsäulenganzaufnahme liegt lediglich bei 2°. Um die Strahlenbelastung zu reduzieren, sollten Röntgenaufnahmen beim Jugendlichen soweit möglich nur einmal pro Jahr durchgeführt werden, Ausnahme nach Korsettneuanpassung. Hier ist eine Rö-Aufnahme im Korsett notwendig. Diese sollte etwa 2 Monaten nach Erhalt des Korsettes erfolgen. Vor Anfertigung des Rö-Bildes muß das Korsett mindestens 12 Stunden getragen werden. Bei erwachsenen Patienten kann die Zeitdauer bis zur nächsten Rö-Aufnahme auf etwa 5 Jahre ausgedehnt werden. Ausnahme sind akut auftretende Schmerzen oder eine offensichtliche Verschlechterung des Befundes.

Vorneigetest

VorneigetestIm Anfangsstadium ist eine Skoliose nur schwer zu erkennen. Erst in späteren Stadien – wenn die bereits bestehende Verdrehung der Wirbel schon nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, fällt sie durch die seitliche Verbiegung der Wirbelsäule auf. Diese Verbiegung ist am deutlichsten zu sehen, wenn sich der Betroffene nach vorne beugt (Vorneigetest). Die Skoliose kann C-förmig (nur nach einer Seite), S-förmig (Krümmung mit Gegenkrümmung) oder sogar doppel-S-förmig sein. Häufig haben Skoliose-Patienten einen ungleichen Schulter- oder Beckenstand. Manchmal fällt eine schräge Kopfhaltung auf. Mitunter stehen die Rippen unterschiedlich weit vor oder man erkennt ungleiche Schulterblätter, einen Wulst im Bereich der Lenden oder einen Rippenbuckel. Den Rippenbuckel sieht man am besten, wenn sich der Skoliose-Patient nach vorne neigt. Am häufigsten wird eine Skoliose im Alter von zehn bis zwölf Jahren diagnostiziert. Meist handelt es sich um einen Zufallsbefund, da zu diesem Zeitpunkt noch keine Beschwerden auftreten. Die frühe Diagnose ist jedoch besonders wichtig, da man während der Wachstumsphase noch mit Hilfe spezieller Krankengymnastik der Wirbelverdrehung entgegenwirken kann. Zur weiterführenden Diagnostik gehört das Röntgen.

Cobb-Winkel

Cobb-WinkelMithilfe der Röntgenuntersuchung (eine Ganzaufnahme der Wirbelsäule ist besser zu bewerten) können die Form und das Ausmaß der Skoliose beurteilt werden. Die Stärke der Krümmung der Wirbelsäule wird über eine besondere Winkelmessungsmethode nach Cobb ermittelt. Nach diesen Winkeln wird die Skoliose in vier Grade eingeteilt:
1. leichte Skoliose: Winkel bis 40°
2. mittelschwere Skoliose: Winkel 40 bis 60°
3. schwere Skoliose: Winkel 60 bis 80°
4. sehr schwere Skoliose: Winkel über 80°










Fotodokumentation der Fa. Regnier Orthopädie GmbH

Eine Fotodokumentation des Patienten dient der Befundkontrolle. Auch der langfristige Verlauf kann so dokumentiert und jederzeit verglichen werden. Die Fotos werden digital erstellt. Das Fotografieren der Bilder sollte zwecks Vergleichbarkeit vor einem genormten Raster erfolgen.

Fotodokumentation
Fotodokumentation

Ergebnis virtuell
Ergebnis virtuell:

Cobb-Winkel
Cobb – Vergleiche

Skoliometer

SkoliometerDie Bestimmung des Skoliometerwertes nach BUNNEL dient der Bestimmung des Neigungswinkels, des Rippenbuckels und des Lendenwulstes. Anhand dieser Messung kann eine schnelle Befundkontrolle ohne Strahlenbelastung durchgeführt werden. Die Ausprägung des Rippenbuckels und Lendenwulstes hängt sehr stark mit der Krümmung der Skoliose zusammen. Mit dem Skoliometer lassen sich auch positive wie negative Effekte einer Schuherhöhung schnell und sicher erfassen. Bei vielen Skoliosepatienten wirkt sich eine Schuherhöhung negativ auf die Rotation der lumbalen Krümmung aus.

Risserzeichen

Um eine zuverlässige Wachstumsprognose machen zu können, bewertet man die Verknöcherung der Darmbeinkammapophysen nach dem sogenannten Risser-Zeichen. Es gibt einen Anhaltspunkt für die noch zu erwartende Formbarkeit der Wirbelsäule und das noch zu erwartende Wachstum.

Risser- Zeichen, auch röntgenologische Untersuchung - Beurteilung der biologischen Reife und des Knochenalters.

Die Skelettreife wird anhand der Entwicklung der Darmbeinkammapophyse (Risser- Zeichen) beurteilt.

RisserzeichenStadium 0
Apophyse noch nicht sichtbar
Stadium I
Begin der lateralseitigen Ossifikation
Stadium II
Über hälftige Zirkumferenz des Beckenkammes
Stadium III
Beginnende Verschmelzung der Apophyse
Stadium IV
Hälftige Verschmelzung mit dem Osilium
Stadium V
Vollständige Verschmelzung mit dem Osilium.

Dementsprechend wird im Stadium 0 und Stadium V ein identischer Röntgenbefund erhoben.

Außerdem ist im Kindesalter eine Aufnahme der Handknochen zur Bestimmung des Skelettalters von Bedeutung relevant, um hier die Prognose anhand des verbleibenden Wachstums beurteilen zu können.